Projektsteckbrief

Vom Labor in die Demonstration

Projekttitel

Vom Labor in die Demonstration, 100 KWK-Anlagen zur CO2-Reduktion in der InnovationCity Ruhr

Laufzeit

25.06.2013 bis 30.09.2015

Auftraggeber

Das wird mit Mitteln aus dem „Programm Rationelle Energieverwendung, regenerative Energien und Energiesparen (progres.NRW)" und dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)“, Ziel 2-Programm 2007-2013, Phase VI - Programmbereich „Innovation“ und Programmbereich „KWK“ sowie Komplementärmitteln des Landes NRW gefördert.

Projektleitung

Gas- und Wärme-Institut e.V. Essen (GWI), Dipl.-Ing. Frank Burmeister, Dipl.-Bw. Erdal Cetin

Konsortium

Gas- und Wärme-Institut e.V. Essen, Dr. Rolf Albus, Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus Görner

InnovationCity Management GmbH, Herr Burkhard Drescher, Herr Jannis Heuner Hochschule Ruhr West, Herr  Prof. Dr. Viktor Grinewitschus 

Projektziele

Die Klimaschutz- und Energiepolitik des Landes ist darauf ausgerichtet, Anreize und Impulse für eine umwelt- und klimaschonende Energieversorgung zu setzen. Ein wichtiger Eckpfeiler zur Steigerung der Energieeffizienz ist der Einsatz von innovativen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK).

Durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Nutzwärme mit einer KWK-Anlage kann die eingesetzte Primärenergie effizienter genutzt werden als bei der herkömmlichen, getrennten Erzeugung.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will mit dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung die Energiewende im „Energieland“ NRW weiter vorantreiben. Bis zum Jahr 2020 soll in Nordrhein-Westfalen der Anteil des Stroms, der mit KWK-Anlagen erzeugt wird, auf mindestens 25 Prozent erhöht werden. Die Basis hierfür liefert das vom NRW-Klimaschutzministerium aufgelegte KWK-Impulsprogramm.

Im Projekt werden dazu in der InnovationCity-Ruhr-Modellstadt Bottrop in repräsentativen Gebäudetypen mit unterschiedlichen Wärmestandards bis zu 100 KWK-Systeme unterschiedlicher Technologien (Otto- und Stirlingmotoren, Brennstoffzellen) installiert, um einen „Vorher-Nachher-Vergleich“ durchzuführen. Folgende Kriterien werden dazu herangezogen: Energieeinsatz und Energieverbrauch, CO2-Einsparpotenzial, Nutzungsgrad, Treibhausgas-Emissionen, Gebäudeeignung sowie Installation, Wartung und Nutzerkomfort.

Das Projekt betrachtet technologisch, ökonomisch und ökologisch alle Aspekte, verfügt über eine hohe „Strahlkraft“ - auch über die Landesgrenzen hinaus und bietet Anknüpfungspunkte für andere innovative Technologien, wie Smart Grids und E-Mobility. Das Projekt hat damit Modellcharakter für andere Kommunen und soll diese dadurch bei der Umsetzung ihrer KWK-Strategien unterstützen.

Eingesetzte Methoden

Das Demonstrationsprojekt „Vom Labor in die Demonstration“ wird in drei Schritten durchgeführt: Im ersten Schritt werden vom GWI statische und dynamische Laborversuche durchgeführt, die dann im zweiten Schritt im GWI-Demonstrationshaus unter praxisnahen Randbedingungen überprüft werden. Im dritten Schritt werden diese Erkenntnisse mit den heute verfügbaren KWK-Technologien in die Praxis übertragen und mit Simulationsrechnungen begleitet. Durch das Zusammenwirken von Herstellern unterschiedlicher Technologien, dem Handwerk, Energieversorgern, den Nutzern und der wissenschaftlichen Begleitung profitieren alle Beteiligten und es wird die Frage beantwortet: Welche KWK-Technologie kann in welchem Objekt optimal zum Einsatz gebracht werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Aufzeigen von Energieeinsparpotenzialen in einem Quartier in einem Vorher/Nachher-Vergleich. Die Vergleichbarkeit ist durch die nahezu identischen Randbedingungen für alle Systeme bzw. Objekte gegeben. Damit kann auch der Einsatz für Gebäude mit unterschiedlichen Dämmstandards angepasst und ein technisches und wirtschaftliches Optimum gefunden werden.

Zwischenergebnisse
Ansprechpartner
Berichte und Dokumente Projektbewerbungen