Projektdetails

Gaswärmepumpe Astrid-Lindgren-Schule

Projektziel

Erprobung einer Gas-Absorptionswärmepumpe in der Praxis

Zeitraumab Dezember 2012
ZielgruppeEigentümer von mittleren bis großen Gebäuden (Mehrfamilienhäuser, Schulen, Verwaltungsgebäude etc.)
Projektidee

Die Gaswärmepumpen-Technologie kombiniert das Heizen mit Erdgas und der Wärmegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen. Im Vergleich zu konventionellen Heizgeräten lassen sich Energieeinsparungen erzielen sowie die CO2-Emissionen um mehr als 30 Prozent senken. Erreicht wird dies durch die Einbindung regenerativer Umweltwärme, einen geringen Primärenergiebedarf und einen hohen Wirkungsgrad.

Bei Wärmepumpen werden Kältemittel eingesetzt, die selbst bei niedrigen Außentemperaturen Wärmeenergie aus der Umgebung aufnehmen. Das Funktionsprinzip der Wärmepumpe entspricht dem eines Kühlschranks - nur umgekehrt. Kühlgeräte entziehen dem Innenraum Wärme und geben sie nach außen ab. Wärmepumpen hingegen entziehen der Umgebung Wärme und geben sie an das Heizungssystem ab. Anders als bei einer Elektrowärmepumpe wird die Gaswärmepumpe nicht mit Strom sondern einem integrierten Gasbrenner betrieben. Gas-Absorptionswärmepumpen arbeiten mit einem sog. thermischen Verdichter. Damit sind sie nahezu geräuschlos und wartungsarm.

Während leistungsstarke gasmotorische Wärmepumpen in der Industrie schon seit Jahren eingesetzt werden, sind Gas-Absorptionspumpen im niedrigen Leistungssegment bis 40 kW neu auf dem Markt. Die an der Astrid-Lindgren-Schule in Betrieb genommene Gas-Absorptionswärmepumpe der Firma Buderus ist die erste ihrer Art in Deutschland. Mit einer Leistung von bis zu 40 kW und Vorlauftemperaturen für die Heizung von 65 Grad Celsius deckt die Gaswärmepumpe die Grundlast des Wärmebedarfs der Schule. Als natürliche Wärmequelle wird die Außenluft genutzt. Die Wärmepumpe erzeugt pro eingesetzter Kilowattstunde Erdgas 1,2 bis 1,6 Kilowatt Heizwärme. Für die Deckung des Spitzenwärmebedarfs wurde zusätzlich ein Gasbrennwertkessel mit einer Leistung von 160 kW installiert.

Neben der Erneuerung des Wärmeerzeugers lag ein Schwerpunkt des Projektes auf der Optimierung des Gesamtsystems. Hierzu wurde die bisherige Auslegungstemperatur des Heizsystems geprüft und angesichts der Größe der Heizflächen reduziert. Daneben führte auch der Austausch der vorhandenen Heizkreispumpe gegen eine kleinere Hocheffizienzpumpe zur weiteren Energiekostenreduzierung. Durch den Einbau neuer Heizkörperthermostate und den hydraulischen Abgleich des Systems werden zusätzliche Einsparungen erwartet.

Das neue Heizsystem der Astrid-Lindgren-Schule wird als Referenzsystem in den kommenden zwei Heizperioden in der Praxis erprobt. Dazu führt E.ON Ruhrgas eine messtechnische Begleitung und Auswertung des Betriebes durch.

ProjektbeteiligteEmscher Lippe Energie (ELE), E.ON Ruhrgas und Buderus
Projektstandabgeschlossen
AnsprechpartnerRüdiger Schumann