Neues Projektbüro in der Innenstadt: Ein Raum für Alle

Info-Punkt, Ort der Begegnung, gute Stube: Mitten in der City, an der Hansastr. 1, steht ein neuer Projektraum allen Bottropern offen. Unterschiedliche Träger und Stellen bieten dort einen Austausch zu städtischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Themen an. Auch Marcel Badura vom InnovationCity-Quartiersmanagement für die Stadt wird dort jeden Mittwoch präsent sein.

Oberbürgermeister Bernd Tischler hat den neuen Projektraum zusammen mit unterschiedlichen Akteuren und ersten Besuchern unter dem Motto "Ein Raum für Alle" am Montag (18.3.) eröffnet. "Dieser Ort könnte nicht vielfältiger und bunter sein – damit repräsentiert er die unterschiedlichen Gruppen und Menschen in unserer Stadt auf besondere Art und Weise", sagte er.

Möglich gemacht wird das breite Angebot durch die Zusammenarbeit von vier unterschiedlichen Dienststellen der Stadt Bottrop gemeinsam mit dem Quartiersmanagement der InnovationCity sowie dem Caritasverband Bottrop und der Katholischen Familienbildungsstätte Bottrop.

Sozialarbeiterin Hannah Köhler wird die meiste Zeit in dem Projektraum verbringen. Sie ist die erste Ansprechpartnerin für alle Besucher. Sie beantwortet Fragen entweder direkt oder vermittelt diese weiter. "Es gibt kein festgezurrtes Angebot. Wir wollen flexibel auf die Interessen und Bedürfnisse der Bürger reagieren können." Einen Wunsch äußert sie auch schon: "Es wäre toll, wenn hier ein generationsübergreifender Austausch stattfindet: Ältere Bürger erzählen ihre Geschichten und tragen sie an jüngere weiter."

Hannah Köhler ist montags und dienstags von 9 bis 13 Uhr, mittwochs und donnerstags von 13.30 bis 17.30 Uhr und freitags in der Zeit von 11.30 bis 13 Uhr im Projektbüro anzutreffen.

ICM berät über städtische Förderprogramme

Jeden Mittwoch bietet das Quartiersmanagement InnovationCity eine Quartierssprechstunde für Interessierte an. Quartiersmanager Marcel Badura gibt in der Zeit von 9.30 bis 14 Uhr erste Auskünfte über die städtischen Förderprogramme zur Modernisierung und Aufwertung von Immobilien und informiert auch über die kostenlose Energieberatung für Hauseigentümer.

Die Kulturwerkstatt nutzt den Raum für ihre Schreib- und Gestaltungswerkstatt und für Projektgruppen, Lesungen und Workshops. "Derzeit ist unsere Filmkurs-Gruppe regelmäßig hier", sagt Kulturwerkstatt-Leiterin Delia Luscher.

Die Wirtschaftsallianz hat das Ziel, in dem Raum durch Veranstaltungsformate für Wirtschaft und Handel den innerstädtischen Bereich zu stärken.

"Der Projektraum soll auch als Veranstaltungsraum für die Zusammenarbeit von Stadt, Stadtgesellschaft und Bürgerschaft in unterschiedlichen Projekten dienen", sagte OB Tischler. "Beispielhaft sei hier das Forschungsprojekt ZUKUR, Zukunft-Stadt-Region-Ruhr, erwähnt, in dessen Mittelpunkt die Stadtregion Ruhr und ihre klimatischen und sozial-ökologischen Herausforderungen stehen."

Themenabende und Sprachtrainings

Der Caritasverband und die katholische Familienbildungsstätte wollen einen Familienort schaffen, in dem beispielsweise Integrationsprojekte, Sprachtrainings und thematische Thementage stattfinden. "Wir wollen regelmäßig Experten wie die Schuldner- und die Erwerbslosenberatung in den Projektraum holen", sagt Bettina Beusing vom Caritasverband. Eine weitere Idee sei, einen Treffpunkt für ehrenamtliche Engagierte zu schaffen. Silvia Skrok-Förster von der katholischen Familienbildungsstätte ist es wichtig, dass ein offener, niederschwelliger Treff "rund um die Familie" entsteht. Mütter können zum Stillen oder Wickeln ihres Kindes den Raum aufsuchen, W-Lan kann genutzt und Kaffee getrunken werden. "Wir wollen nicht nur informieren, sondern Familien untereinander ins Gespräch bringen."

Tag der offenen Tür am 4. Mai

Beim "Tag der offenen Tür" am 4. Mai haben alle interessierten oder neugierigen Bottroper die Gelegenheit, sich direkt bei allen Akteuren über das breite Angebot zu informieren.