Städtischer E-Smart tankt an Straßenlaterne

Fachbereich Tiefbau und Stadterneuerung sammelt seit einigen Wochen Erfahrungen

Seit Mitte Oktober benutzt der städtische Fachbereich Tiefbau und Stadterneuerung einen Elektro-Smart. Der Clou ist seit wenigen Tagen: Das Fahrzeug kann an einer speziellen Straßenlaterne aufgetankt werden.

Seit Mitte 2014 geht der Fachbereich der Frage nach, ob das bestehende Straßenbeleuchtungsnetz von Elektrofahrzeugen zur Steigerung deren Alltagstauglichkeit genutzt werden kann. So ist es zum Beispiel denkbar, dass mittel- bis langfristig Ladetechnikkomponenten für die E-Mobilität in Straßenbeleuchtungsmasten auch für eine öffentliche Nutzung installiert werden. Offen ist allerdings bisher noch die Frage, wie die Zugriffsrechte und Abrechnungsmodalitäten praxistauglich gestaltet werden können.

Mit dem E-Smart besteht nun die Möglichkeit, auch die Praxistauglichkeit von Elektrofahrzeugen sowie mögliche Betriebs- und Abrechnungsmodelle zu erproben. Zu diesem Zweck wird das Fahrzeug an einer Ladestation im Bereich der Stadtbücherei und an einer LED-Laterne an der Josef-Albers-Straße unter Einsatz einer technischen Lösung der Firma Ubitricity aus Berlin geladen.

Ein Ladevorgang bei weitgehend entleerter Batterie ("Volltanken") dauert bei der derzeit im Straßenbeleuchtungsnetz realisierbaren Ladeleistung etwa fünf Stunden. Die Reichweite des Fahrzeuges beträgt bei voller Ladung knapp 100 Kilometer.

Ein wesentliches Ziel im Rahmen der Erprobung ist es, im Hinblick auf eine bessere Alltagstauglichkeit die notwendige Ladedauer aus dem Straßenbeleuchtungsnetz durch eine Erhöhung der Ladeleistung von ungefähr 3,7 Kilowatt (kWh) elektrischer Leistung auf circa 11 kWh deutlich zu verkürzen.

Nach Vorliegen der aus dieser Erprobung gewonnenen Erkenntnisse soll mit Blick auf ein möglichst flächendeckendes Angebot an Lademöglichkeiten entschieden werden, ob bei notwendigen Arbeiten an der Straßenbeleuchtung zukünftig Ladetechnik für E-Mobilität im öffentlichen Raum vorgesehen oder zumindest eine entsprechende Vorrüstung vorgenommen werden sollte.

Der E-Smart wurde durch auf dem Fahrzeug angebrachte Werbung finanziert und unentgeltlich durch die "Akzent Sozialsponsoring GmbH" zur Verfügung gestellt. Die Werbepartner haben mit der Werbung auf diesem Fahrzeug zur Entlastung des städtischen Haushaltes beigetragen und auch einen Beitrag zur Erprobung der Elektromobilität unter den Bedingungen des täglichen Dienstbetriebes geleistet.

Mit der "Akzent Sozialsponsoring GmbH" ist vorbesprochen, dass der Stadt im kommenden Jahr noch ein weiterer werbefinanzierter E-Smart zur Verfügung gestellt wird. Zurzeit läuft die Vermarktung der Werbung für dieses Fahrzeug.

Quelle: Stadt Bottrop