Weitere parlamentarische Unterstützung für InnovationCity zugesagt

Vorsitzender der SPD-Landtagfraktion NRW informiert sich über den Stand des Projekts.

Auf Rückenwind aus dem Landtag kann die InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop auch in Zukunft setzen. Am Freitag, 13. November 2015, besuchte Norbert Römer, Vorsitzender der SPD-Landtagfraktion die Stadt und informierte sich im Zentrum für Information und Beratung (ZIB) am Südringcenter über den Zwischenstand des Projekts. Derzeit arbeitet das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie an der Zusammenfassung einer Halbzeitbilanz, die am 23. November der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Erste Zahlen konnten bei dem Treffen der Landespolitik vorab mit auf dem Weg gegeben werden.

Er kenne alle Details der Studie noch nicht, sagte Burkhard Drescher, Geschäftsführer der Innovation City Management Gesellschaft und wolle auch der öffentlichen Präsentation durch das Institut nicht vorgreifen. Doch die Zahlen, die ihm bereits vorlägen, sähen für Bottrop sehr beeindruckend aus. „Wir haben im Projektgebiet eine Sanierungsquote von drei Prozent – der Bundesdurchschnitt liegt bei 0,8 Prozent“, so Drescher. Vor allem die besondere Art der Beratung, bei der immer im Vordergrund die wirtschaftliche Tragfähigkeit stünde, habe großen Erfolg gebracht. Inzwischen hätten weit mehr als eintausend Beratungsgespräche stattgefunden, die ein zielgerichtetes Maßnahmenpaket für jeden Eigentümer für seine spezielle Immobilie schnürten. Ergebnis sei, das 56 Prozent derjenigen, die beraten wurden, anschließend die Modernisierung auch umgesetzt hätten. Genaue Zahlen für den Klimaeffekt insbesondere durch die Einsparung von CO2 werde man bei der Halbzeitbilanz präsentieren.

Oberbürgermeister Bernd Tischler unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Stadt vor dem Hintergrund des Endes des Steinkohlebergbaus 2018. Innovation City eröffne neue Perspektiven auf neuen Tätigkeitsfeldern. „Ich habe das Gefühl, dass die Bottroper den bevorstehenden Wandel als Chance begreifen. Eine Endzeitstimmung herrscht nicht in der Stadt. Im Gegenteil. Es ist eine große Bereitschaft zu spüren, jetzt neue Wege zu gehen“, so Tischler. „Wir danken dem gesamten Landesparlament und auch der Landesregierung für ihre Unterstützung.“

Norbert Römer machte die Zusagen, den weiteren Verlauf des Projekts parlamentarisch flankieren zu wollen. „Es ist ein gutes Beispiel für den Strukturwandel und es ist kein Projekt, das nur relevant ist für eine Stadt.“ Besonders der Aspekt, dass in Bottrop eine Blaupause entwickelt wurde, die nun auf andere Städte übertragen werden soll, seien interessant. „Sowohl im Landtag als auch in Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten kann man feststellen, dass man in der Politik durchaus mit Interesse nach Bottrop blickt“, so Römer. „Sowohl im Land als auch im Bund bemühen wir uns darum, die Sanierungsquoten bei alter Bausubstanz in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen. Hier sind die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Projekt Innovation City von großer Bedeutung.

Quelle: Stadt Bottrop