Stadt Bottrop erweitert Förderung für energetische Gebäudesanierung

Rat der Stadt Bottrop beschließt neue Richtlinie einstimmig - Zielgenaue erste Informationen auf Internetseite

Der Rat der Stadt Bottrop hat am 5. Mai über eine aktualisierte Fassung der Richtlinie zur energetischen Gebäudesanierung im Zielgebiet von InnovationCity entschieden. Dieses Programm, das sich aus Mitteln des Programms "Stadtumbau-West" speist, fördert gezielt die energetische Sanierung von Gebäuden im Stadtumbaugebiet. In Bottrop sind dies die Stadtbezirke Mitte und Süd. Die neue „Richtlinie der Stadt Bottrop über die Förderung von Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen“ wurde im Rat einstimmig beschlossen. Damit kann die Stadt Bottrop ihre Unterstützung von sanierungswilligen Immobilieneigentümern optimieren und ausweiten, weil nun auch weitere Gebäudetypen eine Fördermöglichkeit erhalten.

Bereits am 8. April 2014 hatte der Rat eine erste Fassung des Förderprogramms beschlossen. Da die Stadt Bottrop mit Unterstützung des NRW-Städtebauministeriums als Pilotkommune eine Vorreiterrolle übernommen hat, konnten Bestimmungen für Mittelzuweisungen aus dem Programm „Stadtumbau-West“ im praktischen Betrieb getestet werden. Genauer gesagt geht es um die sogenannte „Förderrichtlinie 11.1“, nach der Investitionen in die energetische Gebäudesanierung gefördert werden können.

Die Stadt Bottrop und die InnovationCity-Managementgesellschaft versuchen Immobilieneigentümer im Zielgebiet für eine energetische Sanierung zu gewinnen. Erfahrungen zeigen, dass die wesentliche Grundfrage vor einer möglichen Investition in die eigene Immobilie in den meisten Fällen weniger der ökologische Aspekt der Modernisierung als vielmehr die Wirtschaftlichkeit ist.

„Was bringt es mir, wenn ich mein Dach dämme, meine Fenster austausche oder meine Heizung erneuere an monatlichen Ersparnissen, was bekomme ich an Fördermitteln und rechnet sich die Investition überhaupt?“ Um diese Fragen beantworten zu können, standen bisher Sanierungsblaupausen in Steckbriefen für 14 Gebäudetypen zur Verfügung. Diese waren auf circa zweidrittel der Gebäude im Pilotgebiet zugeschnitten. Diese Steckbriefe mit den Blaupausen wurden jetzt auf 21 erhöht, so dass nun auch Sanierungen in Gebäuden gefördert werden können, für die man bisher keine Zuwendungen bekommen konnte. Ein Beispiel dafür ist ein Einfamilienhaus in der Baualtersklasse von 1969 bis 1994, das jetzt neu in das Portfolio aufgenommen wurde. Im Ergebnis gibt es jetzt eine lückenlose Abdeckung des sanierungsbedürftigen Hausbestandes vom Baujahr 1918 und früher an bis zum Baujahr 1994. Damit gibt es jetzt für 86 Prozent der Gebäude im Fördergebiet eine Zuwendung bei energetischen Sanierungsmaßnahmen.

Die Stadtverwaltung hat zudem an Maßnahmen gearbeitet, um den Service für die Beratungen von Haus- und Wohnungseigentümern zu verbessern: Um eine schnelle und zielgenaue erste Information für alle Eigentümer zu gewährleisten, gibt es jetzt ein Online-Werkzeug, das im Internet über die Förderungsmöglichkeiten informiert und das für jedes Haus im Zielgebiet angibt, ob und was gefördert werden kann: Nach Eingabe der Adresse wird für jedes Gebäude bis zum Baujahr 1994 der entsprechende Gebäudesteckbrief mit allen Sanierungs- und Fördermöglichkeiten ausgegeben. Dort sind auch Anlaufstellen und Ansprechpartner zu finden. Das Werkzeug nennt sich "EGiBOT" (Energetische Gebäudesanierung in Bottrop) und ist im Internet unter www.bottrop.de/EGiBOT zu erreichen.

Quelle: Stadt Bottrop