Neues „Heizungszeitalter“ beim TV Blau-Weiß Bottrop

• Brennstoffzelle versorgt Tennisanlage und Gastronomie mit Strom • Anlagen Einbau im Rahmen des Projekt „100 KWK in Bottrop“ • Rund 400 Vereinsmitglieder profitieren von höherer Energieeffizienz

Bottrop, 9. Februar 2015 – Für den Tennisverein Blau-Weiß Bottrop hat vor kurzem ein neues „Heizungszeitalter“ begonnen. Im Rahmen des Forschungsprojekts „100 KWK in Bottrop“ wurde das alte Heizungssystem im Clubhaus durch ein modernes KWK-Heizsystem (Kraft-Wärme-Kopplung) mit Brennstoffzelle ersetzt.

Die neue Anlage versorgt sowohl die Gastronomie im Clubhaus als auch die Flutlichtanlage zu einem großen Teil mit selbsterzeugter Energie. Der Einsatz einer Brennstoffzelle beim TVBW Bottrop ist deshalb sinnvoll, da diese überwiegend Strom generiert, der für dauerhaft laufende Verbraucher, wie u.a. Kühlgeräte, genutzt wird. Die parallel erzeugte Wärme wird zur Heiz- und Trinkwasserbereitung genutzt. Eine zusätzlich verbaute Gas-Brennwert-Therme deckt Spitzenlasten ab.

Durch den Einsatz dieser Technologie erhöht sich die Eigenversorgung deutlich und die Energiekosten sinken. Die bisherige Bilanz zeigt, dass außerhalb des Spielbetriebs bereits über 50 Prozent des erzeugten Stroms selbst genutzt werden. Während des Spielbetriebs, besonders in den Abendstunden, kann zukünftig eine Eigennutzung von bis zu 100 Prozent erreicht werden. Davon profitieren auch die ca. 400 Mitglieder des TVBW Bottrop, dessen Vereinsbudget somit weniger belastet wird.

Das neue Heizsystem zählt zu den 100 Anlagen, die innerhalb des Projekts „100 KWK in Bottrop“ unter Leitung des Gas- und Wärme-Instituts Essen e.V. im gesamten Stadtgebiet verbaut wurden. Ziel des Forschungsprojekts ist es, den Betrieb von Heizsystemen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit unterschiedlichen Anlagen in verschiedenen Gebäudetypen zu testen und ihren Betrieb zur Einsparung von fossilen Brennstoffen und damit auch von CO2 zu optimieren.