Direkte Fördermittel für energetische Modernisierungen im Pilotgebiet

• Bis zu 25 Prozent Förderungsquote • Direkte Geldzahlungen für energetische Modernisierungsmaßnahmen • Entscheidung im Rat der Stadt Bottrop am 8. April 2014

Bottrop, 13. März 2014 - Die Stadt Bottrop will ein neues Förderprogramm ins Leben rufen, das für das gesamte Zielgebiet der InnovationCity Ruhr entwickelt wurde. Das Programm, das sich aus Mitteln des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen speist, fördert gezielt Maßnahmen zu energetischen Sanierung in Wohngebäuden mit dem Ziel, die Kohlendioxid-Emmission zu senken. Die Mittel sind einmalige Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen und die Förderquote kann im Idealfall bis zu 25 Prozent betragen.

Oberbürgermeister Bernd Tischler stellte am Mittwoch, 12. März 2014, den Rahmen des Förderprogramms im Rathaus vor. Das Programm sei ein schöner Erfolg für das Projekt InnovationCity Ruhr. "Zum ersten Mal ist es möglich energetische Sanierungsvorhaben direkt mit finanziellen Zuwendungen zu fördern. Wir können den Leuten nun sagen: 'Es gibt Cash'", so Tischler. "Wir bedanken uns auch bei der Landesregierung, die dies nach vielen Absprachen möglich gemacht hat." Das Förderprogramm geht jetzt in die Beratungen der politischen Gremien der Stadt. Der Rat entscheidet am 8. April 2014.

Hintergrund ist, dass das Städtebauministerium erstmalig in Nordrhein-Westfalen in dieser Form in Bottrop eine spezielle Förderrichtlinie zum Stadtumbau umsetzen will. Danach werden Maßnahmen zur Modernisierung und Instandsetzung von Wohngebäuden finanziell unterstützt, mit dem Ziel, im Fördergebiet die Emmission von Treibhausgasen zu mindern. Bereits zuvor hat es zwar auch schon Fördertöpfe für bestimmte Modernisierungen gegeben, wie beim "Stadtumbau West". Diese waren aber auf den Innenstadtbereich beschränkt. Diese Förderzone wurde nun räumlich erweitert und erstreckt sich auf das gesamte Pilotgebiet von InnovationCity Ruhr.

Bei der Umsetzung kommen jetzt Analysedaten aus dem Masterplan von InnovationCity zum tragen. Hier wurden unter anderem der Zustand der Gebäude im Zielgebiet und deren technische Ausstattung erfasst. Auf dieser Grundlage hat die Stadtverwaltung nun für 14 Gebäudetypen pauschalierte Berechnungen entwickelt. Immobilenbesitzer können nun sehr schnell überschauen, welche Maßnahmen sinnvoll sind und den größten Effekt zur CO2-Einsparung erbringen. Die Emmissionsminderung ist dabei das entscheidende Förderkriterium. Bezuschusst werden die unrentierlichen Kosten – also diejenigen Ausgaben, die nicht bereits abgedeckt sind etwa durch Mehreinnahmen bei vermieteten Wohnungen oder durch eine nachhaltige Senkung der Betriebskosten. Der Maximalbetrag liegt bei 25 Prozent und dieser Zuschuss ist unschädlich für weitere Fördermöglichkeiten. Wer also auf das Programm der Stadt Bottrop in Anspruch nehmen möchte, kann dennoch auf Mittel aus der KfW-Förderung oder der NRW.Bank zugreifen.

Wer sich grundsätzlich für die energetische Modernisierung seiner eigenen vier Wände interessiert, kann im Zentrum für Information und Beratung (ZIB) eine kostenlose Erstberatung in Anspruch nehmen (nähere Informationen hier). Zudem gibt es im ZIB auch eine Liste mit qualifizierten Handwerkern, Architekten und Energieberatern des ICR-Partnernetzwerks. Daneben ist geplant, einen städtischen Sanierungsberater einzusetzen, der flächendeckend im Zielgebiet Energieberatung durchführt und Baumaßnahmen begleitet. Wenn das Projekt an den Start gebracht wird, soll es darüber hinaus einen internetgestützten Service für Hauseigentümer geben. Hier kann man durch Eingabe der Hausdaten und der Sanierungsvorhaben erfahren, ob und in welcher Höhe Fördergelder zur Verfügung stehen.

Für die Umsetzung sind im städtischen Haushalt bis 2020 1 Mio. Euro vorgesehen. Im Stadterneuerungsprogramm 2013 sind für die Haushaltsjahre 2014 bis 2016 Mittel in Höhe von 500.000 Euro vorgesehen. Im Stadterneuerungsprogramm 2014 sind weitere 500.000 Euro zur Förderung angemeldet worden. Sollten in den Folgejahren weiter Mittel benötigt werden, können diese im Rahmen des Finanzvolumens der Gesamtmaßnahme (Stadtumbau Innenstadt / InnovationCity) anhand des vorliegenden Antragsvolumens bereitgestellt werden.

(Quelle: Stadt Bottrop)