Ruhrauto-e in der Bottroper Innenstadt

• Vorstellung von Projekt und Fahrzeugen am 15.03.2014 • Gewinnchance für Anmeldung in den ersten 14 Tagen • Integration des Projekts in lokalen ÖPNV

Während einer Pressekonferenz stellte Bernd Tischler im Rathaus gemeinsam mit dem Verkehrsexperten Professor Dr. Ferdinand Dudenhöfer von der Universität Duisburg-Essen, Martin Schmidt, Geschäftsführer der Vestischen Straßenbahn und Burkhard Drescher, Geschäftsführer Innovation City Management GmbH, das Mobilitätskonzept vor. Bottrop will dabei seine Vorreiterrolle bestätigen. „Intermodale Verkehrsangebote zu entwickeln – also die Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel – gehört zu den Zielsetzungen, die wir uns als Modellstadt des Klimaschutzes gesetzt haben", sagt Tischler.

Initiator des Projekts „Ruhrauto-E" ist Professor Dr. Ferdinand Dudenhöfer, der jetzt den zweiten Anlauf in Bottrop unternimmt, um Interesse für die umweltfreundliche Mobilität zu wecken. „Wir haben Fehler gemacht", sagt Dr. Dudenhöfer aus der Erfahrung im vergangenen Jahr. So sei der Standort am Bahnhof nicht optimal gewesen. Mit dem neuen Standort in der Innenstadt setzt er auf mehr Interesse der Bürger. Dudenhöfer setzt darauf, dass die Bereitschaft zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, Mietfahrzeuge und das Fahrrad steigt, wenn dies bezahlbar und einfach ist. Einen Monat lang will der Verkehrsexperte in Bottrop Kunden für das Ruhrauto-E gewinnen. Wer sich in den ersten 14 Tagen anmeldet, hat die Gewinnchance, einen E-Pkw einen Tag kostenlos zu nutzen. Bisher haben im Ruhrgebiet 1.100 Autofahrer das Angebot genutzt – für Dr. Dudenhöfer ein überraschender Erfolg. Er hatte zu Beginn des Projekts mit etwa 400 Nutzern gerechnet. In Bottrop soll nach der Werbephase zunächst ein Auto stationiert werden. Dr. Dudenhöfer plant allerdings, abhängig vom Interesse der Bürger, die Station auf drei Pkw zu erweitern.

Damit die Verzahnung unterschiedlicher Verkehrsangebote gelingen kann, kooperiert die Vestische mit Ruhrauto-E. So können die Elektro-Autos in der Geschäftsstelle des Verkehrsbetriebs gemietet werden. Geschäftsführer Martin Schmidt erläutert, dass Abonnement-Kunde die Anmeldgebühren von 20 Euro erlassen wird. Die Abokarte der Vestischen dient dann gleichzeitig als Zugangskarte zum E-Auto. Auch Nicht-Abonnenten bekommen die notwenige Zugangskarte in der Geschäftsstelle am ZOB. „Das Ruhrauto ist in Bottrop noch ein zartes Pflänzchen, das sich hoffentlich zu einem stattlichen Baum auswachsen wird", sagt Martin Schmidt, der zudem auf den Internetangeboten der Vestischen für das Projekt wirbt.

InnovationCity-Geschäftsführer Burkard Drescher betont die Bedeutung vom Mobilität für die Klimaziele der InnovationCity. „Ruhrauto-E ist ein zentrales Anliegen für uns und ergänzt unser Angebot", sagt Drescher.

Am Samstag, 15. März 2014, wird Projekt Ruhrauto-E auf dem Gleiwitzer Platz von 10 bis 15 Uhr vorgestellt. Studenten der Universität Duisburg-Essen erläutern die Handhabung der Mietfahrzeuge und wie das Projekt in das Mobilitätsnetz des Ruhrgebiets eingebunden ist. Interessenten können Fahrzeuge zur Probe fahren und sich für das Projekt als Nutzer registrieren. Anmelden kann man sich zudem im Internet unter www.ruhrauto-e.de. Oberbürgermeister Bernd Tischler hofft, dass von dem Angebot regen Gebrauch gemacht wird. „Eigene Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, und ich glaube, der ein oder andere wird überrascht sein, wie gut und alltagstauglich diese Autos sind", so Tischler.

(Quelle: Stadt Bottrop)