InnovationCity Ruhr erweitert Beratungsangebot

• Quartiersmanagement personell und räumlich ausgebaut • Insgesamt sieben Quartiersbüros für das Bottroper • Stadt Bottrop will mit dem Angebot Sanierungsquote in Bottrop weiter steigern

Bottrop, 22. August 2017 – Die InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop hat sich bekanntlich den Klimaschutz auf die Fahne geschrieben: Erklärtes Ziel ist es, bis 2020 die Energieeffizienz deutlich zu erhöhen, den Einsatz Erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben und die CO2-Emission im Pilotgebiet um 50 Prozent zu reduzieren. Bereits zur Halbzeit Ende 2015 zeigte sich, dass die „Energiewende von unten“ in Bottrop auf fruchtbaren Boden fällt. Mit der Zustimmung des damaligen Bauministeriums im März dieses Jahres gab der Fachbereich Tiefbau und Stadterneuerung der Stadt Bottrop nun den Startschuss für die Ausweitung des Beratungsangebotes im Pilotgebiet. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger bei der energetischen Modernisierung zu unterstützen und die Modernisierungsquote kontinuierlich zu steigern.

Im sechsten Jahr in Folge kann Bottrop eine jährliche energetische Modernisierungsrate von ca. drei Prozent vorweisen. Im Vergleich: Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei 0,8 Prozent. Um diese positive Entwicklung fortzuführen und noch zu verstärken, dehnt die Stadt Bottrop u. a. die aufsuchende Beratung jetzt durch die Ausweitung des Quartiersmanagements auf das gesamte „Stadtumbau West InnovationCity“ Pilotgebiet aus.  

Diese Form der Beratung ergänzt die bestehenden kostenlosen Beratungsangebote (Erstberatung im ZIB / begleitende Beratung im Förderverfahren zur FRL 11.1 / Sanierungsberatung explizit in Batenbrock). Die Erfahrungen bei der aufsuchenden Beratung in der Innenstadt haben gezeigt, dass sich dieses Angebot einer zunehmenden Beliebtheit erfreut. Diese ist nicht nur komfortabel für den Ratsuchenden, sondern auch hilfreich für den Energieberater, da er direkt am Objekt mögliche und vor allem wirtschaftliche Optimierungsansätze identifizieren kann und berät. Um der starken Nachfrage gerecht zu werden, hat die Stadt Bottrop die Innovation City Management GmbH damit beauftragt, das Quartiersmanagement und die Beratung personell und räumlich weiter auszubauen.

Quartiersmanager als bürgernaher Ansprechpartner und Begleiter
Seit Anfang Juli sind die Quartiersmanager Jan Schaare, Thore Müller und Daniel Schäfer in der Innenstadt sowie in den Stadtteilen Ebel/Lehmkuhle, Boy, Batenbrock, Eigen und Welheimer Mark im Einsatz. Tatkräftig unterstützt werden sie von den drei erfahrenen Quartiersarchitekten und Energieberatern Heinz-Eberhard Stapelmann, Antje Buchholz und Markus Wohlgemuth. Im Laufe der nächsten Wochen werden nach und nach zusätzliche Quartiersbüros in den Stadtteilen eröffnet. An mehreren Stunden in der Woche werden die Berater dort persönlich vor Ort sein. Termine können wie gewohnt über die ZIB-Hotline unter 02041/70-5000 oder per Mail an info@icruhr.de vereinbart werden. Das Quartiersmanagement wird aus Mitteln des Städtebauförderungsprogrammes „Stadtumbau West“ mit 90 Prozent vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Umgesetzt wird es im Auftrag der Stadt Bottrop durch die Innovation City Management GmbH.

Zuschüsse für private Eigentümer bis zu 25 Prozent möglich
Zusätzlich zum Beratungsangebot hat die Stadt Bottrop vor einigen Jahren einen besonderen Anreiz für Immobilieneigentümer geschaffen: Mit der Förderrichtlinie 11.1 der Stadt Bottrop ist ein Zuschuss von bis zu 25 Prozent aus Mitteln der Städtebauförderung gerade auch für Einzelmaßnahmen möglich. Seit April 2014 sind bereits 356 Förderanträge bei der Stadt eingegangen. Von den Eigentümern sind mit diesen Anträgen Gesamtinvestitionen in Höhe von 7.350.000 € vorgesehen, wovon rund 6.780.000 € gefördert werden. Auf diesen Betrag wurden Zuwendungen in Gesamthöhe von 964.000 € bereits ausbezahlt bzw. zugesichert.  Dies ergibt eine durchschnittliche Förderung von 14,22 Prozent. Ein Mittelwert, der sich aus den unterschiedlichen Fördersätzen und umgesetzten Maßnahmen der Bürger (von zehn bis 25 Prozent individueller Förderung des Haustyps und Gewerkes) ergibt. Anders ausgedrückt: ein Euro Förderung bewirkt ca. sieben Euro private Investition.

Nähere Informationen zum Beratungsangebot sowie Fördermöglichkeiten finden Interessierte unter www.icruhr.de. Weiterführende Informationen zur Förderrichtlinie 11.1 sind unter www.bottrop.de/EGiBOT verfügbar.

Die geplanten Quartiersbüros in der Übersicht:
Batenbrock | Horster Straße 228
Eigen | Rheinbabenstr. 38
Boy | Batenbrocker Str. 146
Ebel | Ebelstr. 27
Welheimer Mark | In der Welheimer Mark 37
Haus der Beratung | Horster Straße 6-8
Zentrum für Information und Beratung | Südring-Center-Promenade 3

Das Quartiersmanagement wird aus Mitteln des Städtebauförderungsprogrammes „Stadtumbau West“ mit 90 Prozent vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.