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Die Handlungsfelder

Die Stadt Bottrop hat bereits in den Bewerbungsunterlagen zum Wettbewerb alle möglichen Maßnahmen zur Energieeinsparung im Pilotgebiet zusammengefasst. Demnach können bis zum Jahr 2020 50 Prozent CO2-Emissionen eingespart werden. Zum Erreichen dieser Ziele wird zurzeit ein Masterplan erarbeitet, der alle relevanten Maßnahmen im Zielgebiet bündelt und koordiniert und als Grundlage für die weitere Projektarbeit dient.

Die inhaltlichen Aspekte der InnovationCity Ruhr lassen sich zu Handlungsfeldern zusammenfassen, die eine sinnvolle Bearbeitung der entsprechenden Teilprojekte möglich machen. Dabei sind die Handlungsfelder nicht als in sich geschlossene Kategorien sondern vielmehr als Gliederungshilfen zu verstehen.

1.   Wohnen

Um das Ziel einer deutlichen Reduzierung der CO2-Emissionen zu erreichen, ist eine systematische energetische Sanierung des Gebäudebestands notwendig. Im Pilotgebiet gibt es insgesamt 14.474 Gebäude. Rund 60 Prozent dieser Gebäude haben einen hohen bzw. mittleren Sanierungsbedarf. Etwa 12.500 der Gebäude im Pilotgebiet sind Wohngebäude. Von diesen wiederum sind etwa 10.200 Wohngebäude in privatem Eigentum. Somit sind zwei Drittel aller Gebäude im Pilotgebiet private Wohngebäude. Diese Zahlen machen deutlich, dass insbesondere hier der Hebel anzusetzen ist. Aus diesem Grunde ist ein eigenständiges Handlungsfeld für den Bereich Wohnen eingerichtet worden.

2.   Arbeiten

Die systematische energetische Sanierung des Gebäudebestandes umfasst zudem die ca. 2.000 nicht für Wohnzwecke genutzten Gebäude des Pilotgebietes. Darüber hinaus geht es in diesem Handlungsfeld auch um die Verbesserung der dort ablaufenden Produktions- und Nutzungsprozesse. Die folgenden Nutzungen sind unter dem Oberbegriff „Arbeiten“ zusammengefasst:

  • Gewerbe- und Industrie,
  • Handel und Dienstleistungen sowie
  • öffentliche und kommerziell geführte Einrichtungen (z. B. Bildung, Sport, Freizeit)

 3.   Mobilität

Die verkehrsbedingten klimaschädlichen Emissionen sollen deutlich reduziert werden. Um dies zu erreichen, werden verschiedene Strategien verfolgt (u. a. Stärkung des Umweltverbundes und Förderung energieeffizienter alternativer Fahrzeugantriebe). Die Innovationen im Verkehrssektor sollen Mobilität und Wirtschaft stärken. Die im Rahmen von InnovationCity Ruhr verfolgten Klimaschutzziele sind nur erreichbar, wenn auch der Verkehrssektor seinen Beitrag dazu leistet. Im Handlungsfeld Mobilität sollen die hierfür erforderlichen Grundlagen, Strategien und Maßnahmenkonzepte entwickelt werden.

4.   Energie

Im Handlungsfeld Energie geht es in erster Linie um die Optimierung der Energieerzeugung sowie die intelligente Vernetzung von Erzeugung und Nachfrage. Maßnahmen zur Energieeffizienz sind dagegen vor allem in den Handlungsfeldern Wohnen, Arbeiten und Mobilität enthalten. Dabei wird der Einsatz erneuerbarer Energien gesteigert; parallel wird die Nutzung endlicher Energieträger wie Kohle, Öl und Gas stark reduziert. Grundsätzlich wird bei der Energieerzeugung Wert auf einen geringen CO2-Ausstoß, einen hohen Wirkungs­­grad, eine dezentrale Erzeugung und eine intelligente Vernetzung gelegt.

5.   Stadt

Städte tragen einerseits massiv zum Klimawandel bei, gleichzeitig sind diese aber auch besonders von den Folgen dieses Wandels betroffen. Daher spielt hier die Anpassung an die Folgen des Klimawandels eine wichtige Rolle. In diesem Sinne bietet die InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop allen Einwohnerinnen und Einwohnern eine hohe Lebensqualität und verschafft ihnen die Möglichkeit, aktiv an allen Aspekten urbanen Lebens mitzuwirken. Das Handlungsfeld „Stadt“ umfasst die Bereiche Städtebau, Freiraumentwicklung und Wasserwirtschaft, zwischen denen zahlreiche Überschneidungen bestehen.